15 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 03/2026: Büchereischließung, neue Buslinie und besondere Sternsinger

© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

KÖB St. Kamillus schließt – Trauer über weiteres leerstehendes Gebäude

„Ich bin mehr als traurig“, sagt die Leiterin der nun geschlossenen Katholischen Öffentlichen Bücherei (KÖB) St. Kamillus, Petra Zentarra. Nach dem letzten Flohmarkt am vergangenen Sonntag ist das Gemeindezentrum St. Kamillus das dritte brachliegende katholische Gebäude in Werden: Auf die Dom­stuben in Werden folgte die Kirche Christi-Himmelfahrt in Fischlaken und nun das Don-Camillo-Zentrum in Heidhausen.


Sternsinger der besonderen Art: Erwachsene sammeln in Werdener Kneipen

Seit einigen Jahren klappert an zwei Januarabenden ein etwas anderes Dreikönigssingen die Werdener Gastronomie ab. Schulseelsorger Gregor Lauenburger hat’s erfunden und erklärt die ungewöhnliche Aktion. Da Kinder nun mal nicht abends los ziehen dürften, und schon gar nicht durch Gaststätten, habe er sich das mit den erwachsenen Sternsingern überlegt.

Zumal es immer weniger Sängernachwuchs gebe und folglich immer weniger Haushalte besucht werden könnten. Bei ihrer XXL-Kneipentour durch Werden stoßen die hier und heute fünf Weisen aus dem Morgenland auf breite Zustimmung, erkennbare Irritation, höchst reservierte Gäste und auf eine vergnügte Kegeltruppe. Doch davon später.


Neue Buslinie X15 bringt bessere Verbindung nach Essen und Velbert

Beschlossene Sache: Mit dem X-Bus soll Werden künftig eine bessere Verbindung nach Essen Hauptbahnhof in die eine und nach Velbert und Heiligenhaus in die andere Richtung bekommen. „Damit haben die Menschen echte Wahlfreiheit, welches Verkehrsmittel sie nutzen wollen“, hat Stephan Neumann, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, bei der Dezember-Sitzung des Rats der Stadt Essen frohlockt, in dem die Einführung der neuen Buslinie X15, die die bisherige Schnellbuslinie SB 19 ersetzen soll, einstimmig beschlossen wurde.

In ihrer kommenden Sitzung am 27. Januar kann auch die Bezirksvertretung zu dem neuen Konzept Stellung nehmen. Einfluss auf die bereits gefällte Entscheidung können die Stadtteil-Parlamentarier aber nicht mehr nehmen.


SC Werden-Heidhausen erreicht Endrunde bei Hallenfußballmeisterschaft

Der SC Werden-Heidhausen sprang dem Teufel noch soeben von der Schippe. Alles deutete darauf hin, dass der Landesligist nach schwachem Auftakt direkt rausfliegen würde bei den 30. Essener Hallenfußballmeisterschaften. In der Sporthalle Am Hallo standen die Löwentaler nach zwei Partien mit dem Rücken an der Wand, drehten dann aber auf und kamen doch noch weiter.

In der Endrunde am Samstag messen sich die Schützlinge von Coach Danny Konietzko mit dem SC Frintrop aus der Kreisliga A, dem Landesligisten FC Kray und dem Bezirksligisten VfB Frohnhausen. Bei einem Weiterkommen wäre die Finalrunde der besten Acht am Sonntag erreicht.


Heimvorteil für WTB-Volleyballerinnen in der Quali A

Mit exzellenten Voraussetzungen bestritt die weibliche U16 der WTB-Volleyball-Abteilung die Quali A. Nicht nur war man während der regulären Saison Tabellenführer geworden und konnte so selbstbewusst antreten, man hatte auch das Ausrichtungsrecht erhalten und wurde  im Löwental lautstark von den eigenen Zuschauern unterstützt. Wie wichtig dieser Rückhalt werden würde, sollte sich in den Spielen noch rausstellen.


Rockwerk Orange: Werdener Band mit roher Energie gegen den Streaming-Mainstream

„Hört mehr Obst!“  Mit musikalischer Urgewalt bricht Rockwerk Orange über das Revier herein. Und setzt gegen sterile Streaming-Algorithmen auf die rohe Energie authentischen Hinterhof-Rocks. Die Werdener Formation, die sich seit fast einem Jahrzehnt durch die Clubs des Ruhrgebiets pflügt, beweist mit ihrem Album „Echsenmenschen“, dass der „Pott“ immer noch kocht – und zwar gewaltig. Seit einem Jahrzehnt spielt die Band zusammen: Der Traum der Werdener: Einmal auf dem Pfingst Open Air im Löwental auftreten.

Rockwerkorange.de

Rockwerk Orange bei Instagram


Waldzwerge im Wald
Aussendung der Sternsinger Fischlaken
Wulf Mämpel mit seinem Buch „Ich, Caligula“

08 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 02/2026: Bundesverdienstkreuz, Reparaturcafé und Winterimpressionen

Elisabeth Müller erhält Bundesverdienstkreuz

„Eigentlich bedeutet mir das nichts.“ Fast verschämt lächelt Elisabeth Müller, als sie auf das Bundesverdienstkreuz zeigt, das an der Wand im Flur ihrer Wohnung in der Dückerstraße hängt. Ende November bekam sie die hohe Auszeichnung am Bande im Essener Rathaus von Oberbürgermeister Thomas Kufen verliehen. Nun hängt der Orden gleich neben den Bürgertaler, mit dem sie ein Jahr zuvor ausgezeichnet worden ist. „Aber ich kann das nutzen, um für den Wünschewagen Werbung zu machen.“

Die einstige Ordensschwester hat das Projekt, das Todkranken letzte Wünsche erfüllt, vor knapp zwölf Jahren mitinitiiert – und ist dort noch heute aktiv. Rund 110 Wünsche hat sie miterfüllen können. „Ich bin ganz dankbar und demütig, dass ich das überhaupt noch kann“, unterstreicht die 83-Jährige.


Wahl des Kirchenvorstands in St. Ludgerus bestätigt

Die Wahl des neuen Kirchenvorstands in St. Ludgerus gilt als rechtmäßig: Nachdem der bestehende Kirchenvorstand bereits eingegangene Einsprüche geprüft und zurückgewiesen hatte, hat nun auch der Generalvikar des Bistums Essen diesen Bescheid rechtmäßig bestätigt.


Zehn Jahre Reparaturcafé im Haus Fuhr

„Weg damit!“ – Defekte Gegenstände werden oft sofort durch Neues ersetzt. Dabei können viele Dinge im Reparaturcafé instandgesetzt werden, das bald sein zehnjähriges Bestehen feiert: Im Januar 2016 haben ehrenamtliche Reparateure erstmals das Haus Fuhr in eine bestens ausgerüstete Werkstatt verwandelt – und auch jetzt noch lädt der Treff jeden zweiten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr ein, sich für mehr Nachhaltigkeit und gegen den Wegwerfwahn zu engagieren.

Menschen erhalten beim Reparaturcafé Hilfe von ehrenamtlichen Fachleuten bei der Instandsetzung ihrer Gegenstände sowie Kaffee, Kuchen und einen Raum für Begegnungen und Austausch.


Bonian Tian wird Professor an der Folkwang Universität

Der Cellist Bonian Tian ist international bekannter Solist und ein gefragter Lehrer an verschiedenen Hochschulen. Er gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe, trat schon mit geradezu unzählig vielen Orchestern auf. Tian gab Celloabende in Berlin und Köln, im Wiener Musikverein, im Lincoln Center New York City, im Kopenhagener Tivoli Konzertsaal, im Seoul Centre for Culture and Music und während einer Privataudienz bei Königin Margrethe II. von Dänemark.

Nun übernahm der 39-Jährige einen Lehrstuhl an der Folkwang Universität der Künste.

Bonian Tian

Der in China Geborene lebt seit 2005 in Deutschland: „Ich habe viel von diesem Land gelernt. Hier gibt es gute Arbeitsmöglichkeiten für Musiker. Da ist es ein schönes Gefühl, etwas zurückgeben zu können. Ich genieße es, mit jungen Musikern arbeiten zu dürfen. Ich sehe in glückliche Augen, und das ist immer ein besonderer Moment.“


SC Werden-Heidhausen sucht neuen Torwart

Der SC Werden-Heidhausen hofft, dass ihm bald ein neuer Torwart für die Landesliga ins Netz geht: Denn Stammkeeper Marcel Niehaus ist  nach  seiner Roten Karte in Schönebeck für zwei Pflichtspiele gesperrt.  Er  war  gut ersetzt worden  von Stefan Cvetkovic. Doch der hat den Verein verlassen. Der eigentliche zweite Mann Marcel Wagener ist dauerverletzt.

Weitere Abgänge  sind  Fynn  Roß, Abdelmalik  El  Ouriachi  und Aurel Jahaj. Für die Restrunde ist das große Ziel der Klassenerhalt.


Leo Blume gewinnt KI-Wettbewerb

„Wir verstehen zu wenig, wie Künstliche Intelligenz funktioniert.“ Lange Zeit schon beschäftigt sich Leo Blume mit dem Thema KI. Vor allem Sprachmodelle wie Chat-GPT interessieren sie. Schon mit 17 hat die frühere Abiturientin des Gymnasiums Werden jetzt ein Informatik-Studium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen begonnen, arbeitet dort gleichzeitig als studentische Hilfskraft, damit sie ihr Lieblingsthema auch in Forschung und Lehre beackern kann.

Mit dem Sieg eines KI-Bundeswettbewerbs hat die Hochbegabte nun für Furore gemacht: Sie hat eine App entwickelt, die das Verhalten von Sprachmodellen erklärbar machen soll. Dass Leo Blume hochbegabt ist, hat sich schon früh gezeigt. „Ich meine, ich war drei oder vier Jahre alt“, sagt sie. Da habe Leo schon rudimentär lesen und schreiben können. „Und dann habe ich einfach einen IQ-Test gemacht. Dabei wurde festgestellt, dass ich hochintelligent bin.“

Damals war Leo noch ein „Er“. Doch in den vergangenen Jahren hat Leo einen Prozess durchgemacht, in dem sie sich zu einer Frau transformiert hat: „Ich fühle mich als weiblich“, stellt die 17-Jährige fest.


Werden im Schnee – Winterimpressionen aus der Leserschaft

Der Schneefall hat in den vergangenen Tagen Werden Stadt und Land in ein echtes Winterwunderland verwandelt. Wir veröffentlichen schöne Schneefotos der Leserinnen und Leser.

23 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 52/2025: Weihnachtsfreude, Literatur, Therapiehunde und kulinarische Spitzenküche

Die Magie von Weihnachten – Doreen Pelizaeus und ihre Liebe zum Fest

Wenn es draußen kalt ist und es drinnen gemütlich nach Tannennadeln riecht und die geschmückte Stube im Kerzenschein schimmert, dann blüht Doreen Pelizaeus richtig auf. „Diese Magie, diese Lebensfreude gipfelt in der Weihnachtszeit“, macht sie aus ihre Leidenschaft für das Christfest keinen Hehl. „Das habe ich als Kind schon so erlebt, Und ich möchte davon so viel weitergeben, wie ich kann.“ Und natürlich steht schon mindestens seit dem ersten Advent ein festlich geschmückter Tannenbaum im Wohnzimmer. „Ich kann niemanden verstehen, der damit bis Heiligabend wartet – dann hat man doch kaum noch etwas davon!“

Ihre Begeisterung für Weihnachten hat sie in etliche Bücher fließen lassen, um möglichst viele andere Menschen anzustecken. Zum Beispiel in literarische Adventskalender: Einen für Paare etwa, ein Advents-Vorlesebuch für die ganze Familie, einen für Mamas, 24 Türchen für vier Pfoten, ein Quiz-Kalender für Wissensdurstige und und und…


Katholische Bücherei St. Kamillus schließt zum Jahresende

Die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) St. Kamillus schließt zum Jahresende: Das hat die Propsteipfarrei mit Blick auf die „angespannte Haushaltslage der Pfarrei“ bekanntgegeben. Eigentlich hatte der Kirchenvorstand vor längerer Zeit beschlossen, dass die KÖB trotz der Schließung des Gemeindeheims St. Kamillus bis auf weiteres geöffnet bleiben kann. Doch die finanzielle Situation der Pfarrei lässt nun auch das nicht mehr zu.


Bailey in der Ausbildung zum Therapiebegleithund

Hunde wie Bailey werden gezielt in der Ergotherapie eingesetzt, um motorische, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten zu fördern. Bailey ist eine Labradoodle-Hündin, lieb und verschmust. 17 Monate alt und Auszubildende. Das muss Frauchen Corinna Zuschlag erklären: „Wir machen zurzeit die Ausbildung zum Therapiebegleithund bei Angela Davachi von Casa Canis in Velbert. Das Ganze dauert ein Jahr und beinhaltet ein Praktikum, eine Facharbeit und eine praktische wie theoretische Prüfung.“

Bailey wird intensiv darauf vorbereitet, ruhig, sicher und kontrollierbar in therapeutischen Situationen mitzuwirken.


Die besten Restaurants Deutschlands: Auch ein Österreicher ganz vorne dabei

Das renommierte Gastromagazin „Der Feinschmecker“ hat wieder die Besten der deutschen Koch-Szene gekürt. Dafür waren Tester und Testerinnen unterwegs, die anonym und unabhängig die Leistungen in verschiedenen Kategorien wie Küche, Service und Ambiente bewerteten. Ganz oben thront das „Jan“ in München. Doch was, wenn man nach ausländischer Küche sucht, sagen wir mal: „Wo finde ich den besten Italiener in Deutschland?“ Kein Problem, das „Carmelo Greco“ in Frankfurt / Main führt diese Kategorie an. Bei asiatischer Küche ist es das Taku in Köln. Und wer französische Küche mag? Der sollte in den Schwarzwald, ins „Le Pavillon“ pilgern.

Nur ein paar Schritte dagegen sind es zum „besten Österreicher“ in Deutschland. Denn die Gastrokritiker werteten „Kettner‘s Kamota“ an die Top-Position. Den Lesern Werdener Nachrichten verrät der Sternekoch aus der Steiermark zudem sein liebstes Gansrezept!


Gewinnerinnen und Gewinner des Weihnachtspreisrätsels 2025

Wer darf sich über einen der vielen Preise freuen, die wir beim Weihnachtspreisrätsel 2025 ausgelost haben? Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner stehen auf Seite 13 dieser Ausgabe!


Folkwang Abendkonzert zur Weihnachtszeit


Himmel über Werden

18 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 51/2025: Spannungen, Emotionen und Highlights

Spannungen zwischen Werdener Werbering und Martin Walz

Spannungen herrschen zwischen dem Werbering und dem Werdener Elektroingenieur Martin Walz: Dieser wirft dem Verein vor, diverse Rechnungen, unter anderem für die Installation des leuchtenden Ortseingangsschilds und der Weihnachtsbeleuchtung nicht beglichen zu haben. Der Werbering wiederum hält die Forderungen für „maßlos überzogen“ und versucht, Martin Walz aus dem Verein zu werfen. Dagegen hat sich dieser gerichtlich erfolgreich gewehrt .

Für Werden hat der Streit unschöne Folgen: So ist das Ortseingangsschild ist seit längerem an einigen Stellen defekt, zwischenzeitlich blieb auch die Weihnachtsbeleuchtung dunkel. Und auch der Weihnachtsmarkt stand auf der Kippe, sagt Walz.


Wiedereröffnung der S6-Strecke: Emotionale Rückkehr mit Problemen

Ein ganz besonderer Moment für Thomas Kirch: „Früher bin ich jeden Tag diese Strecke gefahren“, sagt der Lokführer, als er am Samstagmorgen wieder in seinem Stuhl im Führerstand der S6 sitzt. Lange blieb die Bahn weitestgehend still, ein Hangrutsch vor zwei Jahren in Hösel hatte die Verbindung zwischen Köln, Düsseldorf, Ratingen und Essen lange Zeit ausgebremst.

Am Samstag wurde mit viel Medienrummel und Tamtam die Strecke endlich wieder in Betrieb genommen – und endlich durfte Thomas Kirch wieder den Zug steuern. „Ich hänge emotional an dieser Strecke“, sagt er. Vielen Pendlern, die auch in Werden nun endlich wieder komfortabel Richtung Rheinland fahren können, dürfte es da ähnlich gehen. Doch schon am nächsten Tag häuft sich bei diesen Ärger an: Kaum etwas läuft rund auf der frisch eröffneten Strecke, Verspätungen und Zugausfälle sind an der Tagesordnung.


Dreikönigs-Oratorium begeistert Besucher der Evangelischen Kirche

Angestrahlt von außen und innen, zog es Scharen von Menschen in die Evangelische Kirche Werden. In Chorgarderobe die einen, in – wie sich zeigen sollte – viel zu warmen Mänteln die anderen. Dem Andrang auf das Dreikönigs-Oratorium am Samstagabend konnte nur eine Öffnung der Generalprobe Herr werden.

Die Kirche und Teile der Orgelempore waren komplett gefüllt. Es war schnell spürbar: Dieser Abend wollte mehr sein als ein festliches Konzert. Mit Helge Burggrabes Dreikönigsoratorium stellte sich die Gemeinde den Fragen der Gegenwart. Das 2022 für den Kölner Dom geschriebene Oratorium erzählt die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland als Bild für die Sehnsucht heutiger Menschen nach Orientierung und innerem Wandel. Burggrabe selbst spricht von einem „Aufbruch des Herzens“ – in Werden wurde dieser Weg eindrucksvoll nachvollziehbar.


WTB-Volleyballerinnen streben westdeutsche Meisterschaft an

Das wU18-Team der WTB-Volleyballerinnen hat eine starke Saison in der höchsten Jugendliga hinter sich und wird nun am 1. März versuchen sich in der letzten Qualifikationsrunde erneut das Ticket zu den westdeutschen Meisterschaften zu sichern. Dann leider wieder ohne Morales-Zambrana, da die bolivianische Auswahlspielerin Deutschland im Januar verlässt, dafür erwartet man selbst mit Kira Schönke Verstärkung nach Auslandsaufenthalt zurück.


Maronimarkt im Löwental überzeugt erneut

Die fünfte Auflage des Maronimarktes im Löwental überraschte erneut positiv. Die Anliegenden Fenja Fürer von Dolcinella und Dirk Uhlenbrock (Grafikdesign Erste Liga) kuratierten den Markt nicht nur, sie waren Teil rund um die Feuerschale im Biergarten. Sieben Stunden eine kleine winterliche Oase: dazu herzhaften Grünkohleintopf mit Maronen und Süßkartoffeln und eine cremige Maroni-Suppe sowie weitere delikate herzhafte und süße Speisen. Im Gepäck: Kunst und allerhand Accessoires, Dekoratives und Schmuck.



Kreative Weihnachtsgrüße aus Werden

11 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2025: Kritik an Kirchenwahl, Brückensanierung, Zirkus, Fußball und Honig

Unmut über Kirchenvorstandswahl in Werden

„Das war ja wohl eine Werdener-Witz-Wahl!“, schimpft Rainer Ringhoff. Wie im gesamten Bistum Essen und auch in ganz NRW stand für die katholischen Kirchenmitglieder vor rund einem Monat, am Wochenende zum 8. und 9. November, die Wahl des Kirchenvorstands in der Propsteipfarrei St. Ludgerus an. Doch am Wahlprozedere in Werden Stadt und Land hagelt es Kritik.


Brückensanierung wird deutlich teurer

Die geplante Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden wird deutlich teurer als ursprünglich gedacht: Die Stadt rechnet inzwischen mit Gesamtkosten von 3,264 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel als die einst veranschlagten 1,423 Millionen Euro. Dies geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, die der Rat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch einstimmig beschlossen hat.


Neue Ausgabe „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ vorgestellt

227 Seiten stark, zum 23. Mal frisch auf dem Lesetisch: Die neuen „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ wurden in der Aula des Gymnasiums Werden vorgestellt. Erfreulicherweise reich bebildert, veranschaulichen die Berichte ihren Fokus auf die Vergangenheit sehr anschaulich. Der Bogen ist zeitlich weit gespannt: Vom Holztor der Alteburg handeln sie und suchen Erkenntnisse aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Dem Autoren Sebastian Senczek ist seine Begeisterung anzuhören, hier zu forschen. Es sei „extrem spannend und direkt hier vor der Haustüre“, die vor 100 Jahren begonnenen Ausgrabungen, deren Dokumentation weitgehend verschollen ist, wieder aufzunehmen. Im nächsten Sommer wird es weitergehen, so der Stadtarchäologe.


Dromedar-Flüsterer im Essener Weihnachtscircus

„Das hatten wir hier in Essen noch nie“, frohlockt Alexander Neigert, Sprecher des „Essener Weihnachtscircus“, der das Löwental auf dem Knaus Campingplatz in Werden von Donnerstag, 18. Dezember, bis Dienstag, 6. Januar, bereits zum achten Mal in eine magische Traumwelt verwandelt. „Wir haben in diesem Jahr einen Dromedar-Flüsterer dabei.“ Besagter „Flüsterer“ ist Daniel Bügler. Er trainiert auch Königspudel und ist zudem ein Meister der Balance.


Schwarzer Spieltag für SC Werden-Heidhausen

Der SC Werden-Heidhausen würde gerne den 7. Dezember 2025 aus dem Kalender streichen. Wo müssen die Kicker aus dem Löwental sich da melden? Ihre Bilanz an diesem trüben 2. Adventssonntag lautete fünf Spiele, fünf teils empfindliche Niederlagen. Allen voran der Landesligist, der erheblich schwächelte. Gegen den VfB Speldorf kassiertte man daheim ein 0:4. Die SC-Reserve ist ihre Tabellenführung los. Allerdings liegt die Zwote, wie auch die „Dreite“, auf einem Aufstiegsplatz. Für drei Teams ist bereits die Winterpause angebrochen, doch 1. Herren und die Damen müssen noch einmal ran.


Nikolausabend am Mariengymnasium: „Pakjesavond“ wie in Holland

„Pakjesavond“ – zu gut Deutsch „Päckchenabend“ – so nennen die Holländer den Nikolausabend, den die niederländischen Nachbarn am 5. Dezember feiern. „Bei uns ist der Nikolausabend fast noch wichtiger als Weihnachten“, berichtet Elena. Die elfjährige Schülerin stammt aus den Niederlanden und freut sich, dass auch am Mariengymnasium, an dem sie die Klasse 6a besucht, nun dieses Fest feiert – mit Poffertjes, Chocomel und allem, was dazugehört. Dafür hat ihre Klasse zusammen mit einigen Siebenern einen kleinen, holländischen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt.


Goldmedaille für Honig aus Heidhausen

2012 war es, da sammelte Christian Gessner-Pröschs Verwandtschaft zu dessen Geburtstag Geld, damit er sich endlich einen neuen Laptop kaufen kann. Doch der Biologielehrer hatte anderes im Sinn: Er schaffte sich dafür Bienenvölker an und las sich kräftig in die Materie ein. „Ohne Kurs, alles autodidaktisch“ hat er alles gelernt, was man als Hobbyimker wissen muss.

Mit Erfolg: Aus den ersten beiden sind heute 15 bis 20 Bienenvölker geworden, die Gessner-Prösch auf den Feldern des Bischof-Hofes in den Heidhauser Höhen betreut. Seinen Bienen hat der 41-Jährige nun sogar eine besondere Auszeichnung zu verdanken: Der Imkerverbandes Rheinland verlieh dem süßen Heidhauser Honig jüngst in Köln-Porz die Leistungsmedaille in Gold.